...all das, was er schon immer loswerden wollte.

Wellenreiter

 Im Mai hatte ich die Gelegenheit einige Tage an der Nordsee zu verbringen und einen Strandspaziergang mit ordentlich Gegenwind zu genießen.

Bei dem Anblick der Wellen und dem heftigen Gegenwind, dachte ich an einen Kollegen, der eine Woche vorher zu mir meinte, dass ich u.a. eine Mastermindgruppe eröffnen, viel mehr Videos veröffentlichen und einen griffigeren Claim für meine Gespräche finden müsse. Und in dem Moment fiel mir der Song „Wellenreiter“ von Wolfgang Niedecken ein. Ein Song, der mich früher begleitet hat, den ich lange vergessen hatte und der mir in den letzten Jahren wieder häufiger in den Sinn kommt.

Vor allem, wenn ich unaufgefordert Tipps und Ratschläge von „Experten“ bekomme, wie ich es etwas zu tun und zu lassen habe, weil es alle so machen, weil es der Trend ist, weil es zur Zeit das Erfolgsrezepte schlecht hin ist. Oder immer, wenn ich in Versuchung gerate, „scheinbar“ erfolgreiche Konzepte adaptieren zu wollen, ohne den wirklichen Erfolg zu hinterfragen und mich daran zu erinnern, dass die Kopie nie so erfolgreich sein wird, wie das Original. Oder auch, wenn ich mit meinen Kunden spreche und der Song mich hoffentlich ermahnt, eben nicht mit standardisierten und platten Empfehlungen um die Ecke zu kommen, nicht jedem Trend hinterherzulaufen, sondern immer danach zu fragen, was meine Kunden -  was wir „anders“ machen können.

Während ich da so gegen den kalten Wind anging wurde mir klar, dass verdammt schwer ist, den schmalen Grat zwischen Markterfordernissen und Authentizität zu finden. Dass dieser schmale Grat vielleicht nicht der schnellst mögliche Erfolgsweg ist und viel Kraft kostet. Mir wurde auch wieder bewusst, dass es der nachhaltigere und vor allem der ehrlichere Weg ist, nicht mir jeder Welle zu reiten, sondern ab und zu gegen den Wind anzugehen.  

Für alle, die den Song „Wellenreiter“ von Wolfgang Niedeckens BAP nicht im Kopf haben, unter folgendem Link ist sowohl der original, als auch der hochdeutsche Text zu lesen. Lohnt sich  http://www.bap.de/start/musik/songtexte/titel/wellenreiter

 

Manchmal ist das Ergebnis wichtiger als das Ziel

Manchmal ist das Ergebnis wichtiger als das Ziel

Oft setzen wir uns Ziele z.B. im Rahmen einer Zusammenarbeit und halten an diesen fest, obwohl das Ergebnis viel wichtiger ist.

"Was war Ihnen das Wichtigste in dem Jahr der Zusammenarbeit?" Eine Frage, die ich immer am Ende der Zusammenarbeit im Rahmen des Coaching-Programms "Ein Jahr mit Stefan Hagen" stelle. So auch letzte Woche.

"Mein Selbstbewusstsein." War die Antwort.

Überraschend? Na ja, immerhin hatte der Unternehmer ganz andere Ziele zu Beginn der Zusammenarbeit genannt. Es gab Baustellen im Unternehmen: Marketing, Umsatz, Geschäftskonzept. Es gab persönliche Baustellen: Der Hang zum Perfektionismus und mangelnde Fokussierung. Das waren seine Themen. Und jetzt?

"Mein Selbstbewusstsein ist in diesem Jahr richtig gewachsen. Ich weiß Herr Hagen, Sie mögen diesen Begriff nicht, aber es ist auf einem ganz anderen Level. (Schon gelesen :-) http://www.hagen-bloggt.de/index.php/item/15-der-naechsten-level-das-leben-ist-doch-kein-computerspiel)

"Und wie haben Sie das geschafft?", war meine Rückfrage. Er nannte u.a. die Kundenfeedbacks, die ich ihn gebeten hatte zu sammeln. Vor allem, um sie als Referenzen im Marketing zu nutzen. Auch die Treffen mit einem scheinbar erfolgreicheren Kollegen, die anfänglich dem kollegialen Austausch dienten. Bei unseren Gesprächen stellte er fest, dass der Kollege gar nicht besser, nur anders und fachlich nicht auf seinem Niveau ist. Oder das Lesen vieler Bücher und der Austausch darüber. Aber vor allem das Achten auf seine Sprache, um das er mich im Rahmen unserer Gespräche bat. So habe er blockierende Sprachmuster erkannt und diese verändert. Klarheit in der Sprache, führte zu klarem Handeln.

Ok, vielleicht haben wir die anfänglichen Ziele der Zusammenarbeit (noch) nicht erreicht. Scheinbar war etwas anderes wichtiger. Manchmal sind die Ergebnisse wichtiger als die Ziele.

P.S. Gerade in den letzten Wochen der Zusammenarbeit ist der Unternehmer seinen anfänglichen Zielen  - ganz nebenbei  - ein großes Stück näher gekommen. Weil sich bei ihm etwas entwickelt hat, sein Selbstbewusstsein.    

 

Stefan Hagen bloggt  ...all das, was er schon immer loswerden wollte.

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Warum Ihr Ansprechpartner für einen guten Austausch auch das Nichtgesagte hören muss.
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