...all das, was er schon immer loswerden wollte.

Was prägte Ihr Jahr?

Was prägte Ihr Jahr?

Mein privates Jahr 2018 wurde vor allem von meiner Familie, meinen Freunden und den Menschen geprägt, die mir wichtig waren. Menschen, bei denen ich und mit denen ich einfach „sein“ durfte. Die mich bestärkten.

Mein berufliches Jahr wurde u.a. von den Menschen geprägt, die in diesem Jahr den Mut für eine schwere und gelungene Operation fanden. Die endlich zeigen durften, was sie können und wissen und die vor allem die angemessene Wertschätzung dafür erhielten. Die damit begannen mehr auf sich, ihre Gesundheit und auf die Zukunft ihres Unternehmens zu achten.

Menschen, die das scheinbar unerreichbare Idol ihrer Jugend persönlich kennenlernen durften und erkannten, dass sie selbst für viele Menschen ein Vorbild sind. Die trotz hoher psychischer Belastungen, wichtige unternehmerische Entscheidungen trafen und begannen, nicht nur ihr Unternehmen, sondern auch das Leben wieder zu ihrem Leben zu machen.

Menschen, die dankbar für die wiedergewonnene Familienqualität waren, weil sie wussten, dass ohne ihre Familie, der noch vor wenigen Jahren unvorstellbare berufliche Erfolg, nicht möglich gewesen wäre. Die einen schweren Unfall zu Beginn des Jahres, der ihr weiteres Leben und ihr Unternehmen in Frage stellte, gerade noch überstanden haben und nun mit Sorgen und dennoch mit Zuversicht ins neue Jahr gehen.

Menschen, die ihr persönliches Erfolgsrezept erkannten und mit freundlicher Beharrlichkeit, dieses auch immer wieder erfolgreich umsetzten. Die durch das persönlichen Netzwerken nicht nur viele neue Kontakte, sondern auch vieles über sich selbst kennenlernten und erfolgreich nutzten. Die aus ihren Fehlern gelernt und zurück zu sich und ihren unternehmerischen Anliegen gefunden haben.

Menschen, die sich in diesem Jahr entschieden haben, für die letzten Berufsjahre eine neue große Herausforderung mit mehr Verantwortung, aber auch mehr Erfüllung anzunehmen. Die ihren beruflichen Erfolg zurückstellten, um für die Menschen da zu sein, die in ihrer Kindheit für sie da waren. Und die ihrem Jahr eine Bestnote gaben, weil sie mit ihrem Unternehmen, ihrem Team, mit ihrem Leben sehr zufrieden waren. 

Menschen, mit denen ich in diesem Jahr sprechen, die ich in ihrem Tun, in ihrem Handeln, die ich in ihrem Leben bestärken durfte. Menschen, die mit Ihrem Jahr wiederum mich bestärken, diesen Weg weiterzugehen. Dafür danke ich diesen Menschen.

Für das nächste Jahr wünsche ich Ihnen viel Kraft, Zuversicht und vor allem Gesundheit. Und ich wünsche Ihnen Menschen, mit denen Sie sprechen, zuhören, lachen, weinen, streiten, feiern und einfach „sein“ können. Menschen, die Sie bestärken, die Ihr Jahr 2019 prägen.

Zu früh, um aufzugeben

Zu früh, um aufzugeben

 

Eigentlich wollte ich in meinem Blog keine Buchempfehlung von anderen Autoren geben. Denn es ist ja mein Blog. Aber hier mache ich eine Ausnahme für Torsten Wiermann. Denn Torsten durfte ich zunächst telefonisch und in diesem Jahr auch persönlich kennen lernen. Das erste Gespräch mit ihm ist schon länger her. Damals nur telefonisch und ich meine, seine Krebserkrankung war da noch nicht diagnostiziert. Aber die Symptome seines Kraftverlustes vor allem in seiner Hand, war schon aufgetreten. Er sprach davon und fragte nach meiner Diagnose und meinem Umgang mit der Erkrankung. Ich mochte sofort seine Art. Unaufdringlich und dennoch sehr persönlich. Und genauso empfinde ich sein Buch. Alleine das ist es wert, eine Ausnahme zu machen:

Nach meinem Urlaub, in dem ich wirklich eine Pause machen konnte, daher auch eine Pause in meinem Blog, brachte die erste Post das Buch von Torsten Wiermann „Zu früh, um aufzugeben – Wie ich lernte, mein Leben in die Hand zu nehmen“.

Ein Buch, was ich sofort gelesen und das mich sehr berührt hat. Torsten Wiermann erzählt in seinem Buch sehr ehrlich, sehr persönlich von seiner Krebserkrankung, seinem Weg der Genesung und von dem Kampf mit der Deutschen Rentenversicherung. 

Das Buch habe ich vor zwei Wochen gelesen. Was ist mir davon in Erinnerung geblieben?

Der lange Weg von dem unerklärlichen physischen Kraftverlust bis zur endgültigen Diagnose. Die Bedeutung seiner Familie und seines Umfelds für seine Genesung. Die Isolierung in dem von ihm so genannten „Bunker“. Die Konsequenz und die psychische Stärke, die er sich erarbeitet hat und die für ihn entscheidend war. Vor allem auch der unsägliche Kampf mit der Deutschen Rentenversicherung.  

Er lässt uns an seinen Ängsten, seiner Zuversicht und vor allem an seinen Zielen, die ihm diese Kraft geben, teilhaben. Das alles in übersichtlichen Kapitel, die erlauben, das Buch auch mal zur Seite zu legen. Was ich aber gar nicht wollte.

Torsten Wiermann möchte Menschen, die vielleicht in ähnlichen Situationen sind, mit auf seine Reise nehmen und Ihnen Kraft geben. Das schafft er mit seinem Buch. Und er schafft seine Kernbotschaft zu vermitteln: „Gesundheit steht an erster Stelle“. Sehr angenehm empfand ich, dass er uns nicht belehren will. Nicht aufzeigen will, wie wir mit solchen schwierigen Situationen umgehen sollen. Er erzählt von sich. Seine persönliche Geschichte ergänzt Torsten mit Fragen, die zum Nachdenken anregen und mit Coaching-Elementen, die seine Botschaften nochmals verstärken.

Eine Leseempfehlung?

Vielleicht kein Buch für jedermann. Vielleicht ein Buch was mich so berührte, weil ich selbst einmal eine lebensbedrohliche Diagnose erhielt und daher meine Ängste in seinem Buch wiederfand. Bestimmt ein Buch für diejenigen, die in ähnlichen Situationen sind und durch eine persönliche Geschichte mehr Kraft, Unterstützung und Beistand suchen. Ja, eine Leseempfehlung.  

Dom zu Speyer – Ein Ort der Wahrnehmung

Dom zu Speyer – Ein Ort der Wahrnehmung

Das erste Mal in Speyer. Zu einem Vortrag. Als ich in die Stadt fuhr, sah ich den geschichtsträchtigen Dom. Sofort entschied ich mich, mir am nächsten Morgen die Zeit für einen kurzen Besuch zu nehmen und die Rückfahrt und alles was ich mir für den Tag vorgenommen hatte, um eine Stunden zu verschieben.

Morgens fahr ich zum Domplatz, parke und gehe einen kurzen Weg bis zum Dom. Ich trete ein und sofort hat mich das Gebäude begeistert. Diese Größe. Ok, er ist kleiner als der Kölner Dom. Aber diese Klarheit und Ruhe. Ja, Ruhe. Immer wenn ich eine Kirche zum ersten Mal betrete, gehe ich an die dem Altar gegenüber liegende Seite der Kirche, um die Größe und die Geschichte des Gebäudes zu erkennen.

Der Dom von Speyer besitzt Größe und eine fast tausendjährige Geschichte. Geschichte, die ich wahrnehmen konnte. Krönungen der Kaiser. Messen, nicht wie heute, sondern wie vor hunderte von Jahren gehalten, wurden für mich vorstellbar, fühlbar. Ein schöner Moment. Ein Moment der Wahrnehmung.

Warum ich das schreibe? Weil mir wieder bewusst wurde, wie selten ich, wie selten wir uns die Ruhe nehmen, um richtig wahrzunehmen. Wahrnehmung braucht Ruhe, braucht Besinnung. Momente, die das tägliche Leben so selten bietet. Wir hetzten nur noch von Eindruck zu Eindruck. Versuchen mit Entspannungstechniken, mit Meditation und mit Ausgleich, wieder diese Momente der Ruhe und Wahrnehmung zu entdecken.

Dabei sind diese Momente so nah, so greifbar. Wenn wir die Ruhe haben. Wenn wir uns die Zeit dafür nehmen. Leider bietet der Alltag nicht immer diese Zeit. Auf der anschließenden Rückfahrt habe ich mir vorgenommen, mir diese Zeit zu nehmen. Nicht täglich. Nicht geplant. Aber dann, wenn sich die Möglichkeit und der Ort dafür bieten.

Ich genieße diese Momente z.B. In Kirchen oder auch kleinen Kapellen. Orte der Ruhe. Nicht immer ist es mit einem Gebet verbunden. Immer sind es Momente, in den ich demütig die eigene Größe und die eigene Geschichte wahrnehme. In denen ich die Kraft finde.

So wie im Dom zu Speyer. In dem Moment ein Ort der Wahrnehmung.

Stefan Hagen bloggt  ...all das, was er schon immer loswerden wollte.

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